Gedanken zur Botschaft der Gospa vom 25.07.2025 im Zeichen der Auseinandersetzungen zur Würde des Menschelnebens vom Beginn bis zum Ende

Botschaft aus Medjugorje vom 25. Juli 2025

Liebe Kinder! In dieser Zeit der Gnade, in der der Allerhöchste mir erlaubt, euch zu lieben und auf den Weg der Heiligkeit zu führen, willl Satan euch mit dem Seil des Unfriedens und des Hasses verstricken. Lasst nicht zu, dass er vorherrscht, sondern kämpft, meine lieben Kinder, für die Heiligkeit jeden Lebens! Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!

Die Königin des Friedens ist von Anfang an als unsere Anwältin (advocata nostra)  für das Leben aufgetreten. Sie, die den König des Lebens geboren hat, will uns führen auf den Weg der Heiligkeit und uns schützen vor allen gefährlichen Abwegen, die uns in Abgründe führen, wenn wir uns von Gott entfernen und die Menschenwürde nicht respektieren.  In der politischen Diskussion der vergangenen Wochen in Deutschland geht es schon lange nicht mehr nur um die Frage, wie bestimmte Richterposten besetzt werden. Vernebelt von Parteistrategien, merkwürdigen Plagiatsvorwürfen und auffällig hilflosen Beschwichtigungsversuchen lässt sich die eigentliche Frage nicht unter den Teppich kehren: Hat auch in Zukunft das ungeborene Leben in unserem Land uneingeschränkten und ungeteilten Schutz?

Hier gelangen wir nicht nur zum Kern der christlichen Botschaft von der Würde der Gotteskinder vom ersten bis zum letzten Moment des Lebens auf Erden, sondern auch zu den Fundamenten unseres Grundgesetzes, die nicht verhandelbar sind. Doch auf einmal wird man als „rechtsradikaler Mob“, „undemokratisch“,  „frauenfeindlich“ oder  „übergriffig“ bezeichnet, wenn man die Position für die Würde des Lebens von der Empfängnis an vertritt. Hier beginnt unser Auftrag zum Zeugnis, das oftmals Mut verlangt in dieser aufgeheizten Atmosphäre.  Ausdrücklich ruft uns die Muttergottes heute auf, für die Heiligkeit jedes Lebens zu kämpfen. Ein universaler Auftrag ohne Einschränkungen und Kompromisse. Jeder von uns, der solche Meinungen in der Öffentlichkeit vertreten hat, hat auch schon den Gegenwind gespürt, den solche Äußerungen auslösen können.

Das spüren prominente Vertreter wie etwa Kardinal Rainer Maria Wölki, der – unabhängig davon, ob und wie schwerwiegend er Fehler begangen hat – in einer unglaublich brutalen und unnachgiebigen Weise skandalisiert wird. Das spüren aber auch wir in ganz alltäglichen Situationen, am Arbeitsplatz, in der Pfarrgemeinde, im Verein, am Stammtisch oder sogar in der eigenen Familie. Es gibt einen Widerstand gegen bestimmte Ansichten, der weit über jede Meinungsverschiedenheit hinausgeht. Besonders spürbar auch in den sozialen Netzwerken im Internet, wo Nutzer anonym und hemmungslos Andersdenkende diffamieren. Die Gospa spricht vom Seil des Unfriedens und des Hasses, dass der Böse auslegt, damit wir uns darin verstricken. Wir nennen es dann Polarisierung, letztlich führt es zur Spaltung in Kirche, Familie und Gesellschaft.

Für die Heiligkeit jedes Lebens zu kämpfen ist aber nicht nur ein politischer Impuls. Wir werden motiviert, ein geistliches Leben zu führen, das geheiligt ist durch das Gebet, durch die Eucharistie und die anderen Sakramente. Da, wo gebetet wird, kann der Heilige Geist wirken, der allen Hass und allen Unfrieden überwindet. Da wird die Kultur des Todes überwunden und Raum geschaffen für das Leben.