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Vergebt denen, die euch Böses zufügen und geht den Weg der Heiligkeit.

  26.07.2022

Mit der nebenstehenden Botschaft vom 25.07.22 möchte uns die "Gospa" trotz aller Bedrängnisse zu Boten der Liebe Gottes und der Hoffnung machen. So können wir lesen:

Zeichen der Hoffnung: "Nachwuchsbeter" am Blauen Kreuz von Medjugorje


Auch vor der dunklen Kulisse des Krieges und der Verteuerung von Lebensmittel und Energie möchte uns die Muttergottes zu Boten der Liebe Gottes und der Hoffnung machen. Bei allen Befürchtungen und Schreckensszenarien, die uns bald täglich vor Augen gestellt werden, möchte sie nicht, dass wir in eine panische Lähmung fallen und passiv alles über uns ergehen lassen. Was besiegt das Böse? Was können wir tun angesichts von Gewalt, Pandemie, Zukunftsangst und Glaubensschwund? Die Ausrichtung auf den Himmel, das Verankert-Sein in der Liebe Gottes und die Hoffnung im Herzen sind klare Zeichen dafür, dass das Gute stärker ist. Wir können - auch gerade unter den aktuellen Umständen - missionarisch wirksam sein. Nicht durch aufdringliche Aktionen, sondern dadurch, dass wir uns unsere Zuversicht und Freude am Glauben nicht nehmen lassen. Schon das hat die Macht, andere nachdenklich zu machen. Notzeiten waren eigentlich immer Zeiten, in denen die Kirche mit ihrer Botschaft Hochkonjunktur hatte. Diesmal ist es nicht so. Wohl deshalb, weil die Kirche sich in ihrer Selbstdarstellung fast nur noch um sich selber dreht. Und in der Darstellung der Medien ist die Kirche das Hauptproblem und der Skandal schlechthin. Von einer skandalösen Einrichtung aber erwartet niemand eine Hilfe oder eine Lösung. Wie überwinden wir dieses Dilemma? Zunächst muss jeder von uns lernen, sich in eine Haltung des Erbarmens einzuüben. Wir stehen in einer Zeit, in der die Fronten sich verhärten: in der internationalen Politik, in unserer Gesellschaft, in unserer Kirche. Schuldige für die Situation werden deutlich beim Namen genannt. Konsequenzen werden gefordert. Vor ein paar Wochen konnten wir im Sonntagsevangelium die Szene lesen, wo Jesus und die Jünger in einem samaritischen Dorf nicht aufgenommen wurden. Empört darüber fragen Johannes und Jakobus: Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet? Ich kann die beiden gut verstehen. Nach solchen Maßnahmen ist mir auch manchmal zumute bei der Situation in Gesellschaft und Kirche. Doch der Herr weist sie zurecht (Lk 9,51-56). Unsere Aufgabe ist es nicht, uns als Rächer oder Richter aufzuspielen, sondern Erbarmen zu zeigen. Vergebt denen, die euch Böses zufügen und geht den Weg der Heiligkeit. Dieser Satz aus der heutigen Botschaft ist im Grunde eine Zusammenfassung der Bergpredigt (Mt 5).  Barmherzigkeit aus der Sicht Gottes bedeutet allerdings nicht Relativierung der Schuld nach dem Motto: ist ja alles nicht so schlimm. Der Weg der Bekehrung ist zugleich der Weg der Wahrheit und des Lebens. Wir werden erst fähig zum Erbarmen miteinander, weil Gott mit uns barmherzig ist. Nicht das an den Pranger-Stellen der vermeintlich Schuldigen ist der Lösungsweg, sondern das Vertrauen, dass Gottes Liebe auch sie verwandelt.


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