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...und wieder ist Christkönigssonntag, aber...

  20.11.2020

...das erste Mal seit 33 Jahren (seit 1987) feiern wir in Köln keinen Medjugorjepilger-Gemeinschaftstag. Schade!

Salvatorkirche - bis vor einigen Jahren regelmäßiger Ort unserer Treffen.


33 Jahre lang sind wir am Christkönigssonntag zusammen gekommen zum "Gebet und Gesang", Euchar. Anbetung, Hl. Messe, Vortrag und zum frohen Beisammensein - mit Kaffee, Kuchen und vielen guten Begegnungen und Gesprächen.

Doch dieser winzig kleine Virus, der derzeit weltweit so vieles verändert, verhindert in diesem Jahr auch für die Medjugorjefreunde im Umkreis von Köln ein unbesorgtes Treffen. 

Zwar hätten einige, wenige, (mit Voranmeldung und unter den bekannten "AHA-Regeln") in der Kirche Platz gefunden. Aber ohne die Möglichkeit, den Mundschutz abzunehmen, zu singen, die Kirche zu heizen und irgendwelche Speisen oder Getränke anzubieten, währe es wohl nur ein sehr "betrübliches" Beisammensein gewesen. 

Jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Zu jedem Abbruch oder Umbruch gehört auch ein neuer Aufbruch: Und den Aufbruch in das neue Kirchenjahr -ab nächstem Sonntag- gilt es jetzt, ggf. auf neue Weise anzugehen:

Nicht "Trübsal auf Noten blasen" angesichts der momentan eingeschränkten Möglichkeiten, sondern dankbar sein, für das was geblieben ist. Und wenn die Hl. Theresia von Avila mit ihrem Wort "Gott allein genügt" sogar zur Kirchenlehrerin erhoben wurde, dann genügt uns auch in Coronazeiten, dass, was allein wichtig ist.: Die bleibende Gegenwart Gottes. "Siehe, ich bin mit euch, alle Tage bis zum Ende der Welt." (Matth 28,20)

Deshalb haben wir auch die Möglichkeit, in der kommenden Adventszeit uns auf die Ankunft des Herrn neu und in anderer Weise als vielleicht gewohnt, vorzubereiten. Zum Beispiel:

  • Statt gemütliches Frühstück im Pfarrsaal im Anschluss an eine Rorate-Messe ein regelmäßiges Morgengebet -allein oder mit Partner- mit den liturgischen Texten der Adventszeit und mit konkreten Vorsätzen für den neu beginnenden Tag.
  • Die Mittagpause nutzen für einen bewusst "dankbaren Moment": Eine kl. Spazierrunde, gezielt zum Entdecken all der von Gott und von Menschen verwalteten schönen Dinge, die auch meinen Alltag bereichern - oder alternativ jemand anrufen. Nicht unbedingt die beste Freundin, mit der ich ohnehin regelmäßig telefonieren, sondern jemand der sich vermutlich über eine Abwechslung freut und dem ich schon lange kein gutes Wort mehr gesagt habe.
  • Am Abend den Fernsteher nur "auf Sparflamme laufen lassen" und statt dessen überlegen, wo ich im laufenden Tag die Lampe, die bei der Ankunft des Bräutigams leuchten soll, ein wenig mit Öl gefüllt habe; wo ich mich also ein wenig auf SEINE Ankunft vorbereitet habe.

Nicht so sehr auf die Ankunft der vom Küster in Krippe gelegten Figur des süßen Jesu-Kind, sondern auf die Ankunft des gleichermaßen barmherzigen wie gerechten Erlösers in meinem Herzen.

Nicht nur auf IHN, von dem es mit Blick auf das Weltenende heißt: "Gesegnet sei, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt.   Dein Reich komme!" - Sondern auch auf IHN, der mich gleichermaßen als Barmherziger und als Gerechter Herr fragen wird, was ich aus meinen Talenten gemacht habe.

So, wie einst ein Mönchsvater lehrte: "Beginne spätestens am Tage vor Deinem Tode damit, gute Werke zu tun sowie Gott und den Nächsten zu lieben."

Und auf die Frage des Schülers: "Aber wenn ich nicht weiß, ob ich den morgigen Abend noch erleben werde?"

"So sollst Du wohl heute noch damit beginnen, dein Leben zu ändern!"

Also konkret werden, konkret mit der Veränderung beginnen. Heute schon - und nicht "die lange Bank der guten Vorsätze" wieder einmal des Teufels liebstes Möbelstück werden lassen.

Dazu ein abschließendes Wort von Pater Slavko Barbaric, der vor 20 Jahren, am 24.11.2020, plötzlich und völlig unerwartet "dem Bräutigam" entgegen ging:

"Fange jetzt an! Fange jetzt an zu beten! Fange jetzt an zu fasten! ... Lass die Vergangenheit los! Lass alles los, was geschehen ist, alle Misserfolge und Erfolge! Jetzt ist ein neuer Moment, jetzt wird dir eine neue Gelegenheit geboten, jetzt ist die Gelegenheit für den Neuanfang!"   A.H.


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