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Umkehr in die Zukunft

  27.12.2021

Kernpunkt der nebenstehenden Botschaft der Gospa vom 25. Dezember: "Ihr habt keine Zukunft und keinen Segen, wenn ihr nicht im Frieden Gottes seid. Kehrt zurück zum Gebet!"

Kinder an der Krippe in Medjugorje


Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen seiner Gnade!  Diesen Ruf der Engel aus der Heiligen Nacht haben wir noch im Ohr und stimmen selbst darin ein, jedes Mal wenn wir das Gloria der Hl. Messe singen und auch manche Weihnachtslieder. Es ist Lobpreis, und keine Berieselung, die hinwegtäuscht über die Probleme der Welt damals und heute. Kein sentimentales Gesäusel, das uns sozusagen wie eine Droge in eine Scheinwelt versetzt, aus der es nur ein böses Erwachen geben kann. Vielleicht ist der Friedensgesang der Engel auch ein Bild für die Wirkkraft der Kirchenmusik, die die Herzen der Menschen auch da noch erreichen kann, wo Worte schon längst nichts mehr bewirken.

Wir sind die Reform-Diskussionen satt, die uns nicht motivieren können. Wir sind die liturgischen Experimente und Predigten satt, die meinen, Gottesdienst sei vor allem kreatives Event-Geschehen und  letztlich münden in reine Selbstdarstellung. Wir sehnen uns nach Gotteserfahrung, nach Frieden, der nicht von Menschen gemanagt, sondern strömt aus der Berührung von Himmel und Erde und von uns in keiner Weise inszeniert werden kann. 

Genau das ist die Erfahrung von Weihnachten, wenn es im Glauben gefeiert wird. Genau das ist der Wunsch der Muttergottes in ihrer Weihnachtsbotschaft an uns. Das treue Gebet, die Feier der Liturgie im Sinne der Kirche, das Vertrauen, dass der Herr bewirkt, was zu tun ist, die Anbetung seiner Gegenwart und Größe, all das stiftet Frieden in unsren Herzen und in unserer Umgebung. Zum Jahreswechsel wird viel über die Zukunft nachgedacht. Wahrsager und Esoteriker haben Hochkonjunktur. Maria sagt: Ihr habt Zukunft, wenn ihr Kinder des Friedens seid. Ihr habt keine Zukunft und keinen Segen, wenn ihr nicht im Frieden Gottes seid.  Kehrt zurück zum Gebet!

Es ist ein Empfangen und ein Weitergeben. Der Aufruf der Gospa erinnert ein wenig an die Weitergabe des Bethlehem-Lichtes oder an das Wirken der Sternsinger: Der Himmel gibt uns den Segen und wir sollen ihn weitertragen in unsere Familien und zu allen, denen wir begegnen. Und sie sagt auch: wir sollen gehen, damit alle, denen wir begegnen, die Gnade spüren, die wir empfangen haben.  Man soll es uns also anmerken können. Und es ist ja auch so: Menschen, die im Gebet verwurzelt sind, haben eine Ausstrahlung, die ansteckend wirkt. Als die Jünger ihren Herrn im Gebet erlebt haben, bitten sie ihn anschließend: Herr, lehre uns beten! (Lk 11,1). Von der Krippe geht der Frieden aus, den die Welt nicht geben kann.

Vom Auferstandenen geht der Friede aus, den die Jünger weitergeben sollen. Im Gebet und in der heiligen Eucharistie empfangen wir die Ausstrahlung, die auf andere heilsam und ansteckend wirkt. Mit diesem Frieden, der von Jesus kommt, kann das Neue Jahr beginnen.


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