...am Ziel einer 93-jährigen Reise:
Die liebenswerte Oma, der in den vergangenen Jahren so viele Medjugorje-Pilger -meist unerwartet- begegnet sind!
Auf der Rückseite des Krizevac, des "Kreuzberges", wenn die Pilger, meist erschöpft, aber auch dankbar und entspannt, auf dem Weg zurück zu ihren Wohnungen und Pensionen waren, da begegneten sie der liebenswerten Oma, die bei Wind und Wetter, betend und lächelnd, jedem der vorbeikam, einen ihrer einfachen Rosenkränze als Geschenk anbot. Ohne Worte: Schlicht und einfach; ärmlich, zurückhaltend -nicht aufdringlich(!)- mit ihrem bereits wie verklärt wirkenden liebevollen Blick.
Und ja, wenn sie von einem Pilger eine kleine Spende dafür erhielt, hat sie diese auch dankbar und mit "segnenden Händen" angenommen. Denn alleinlebend, ohne Rente (wie von den Einheimischen bezeugt wurde), brauchte sie auch etwas, um vor allen die kalten Winter in ihrem einfachen, windschiefen "Häuschen" zu überstehen.
Ein wahrhaft beeindruckendes christliches Lebens-Zeugnis!
Nun hat "der Himmel" -wohl auf die Fürsprache der "Gospa"- an einem rauen Januar-Tag ein Einsehen gehabt und sie in eine andere, schönere Wohnung geholt, wo sie kein Brennholz mehr für kalte Wintertage benötigt.
Ich persönlich werde sie vermissen, wenn ich im kommenden Frühjahr wieder dankbar vom Krizevac hinab ins Tal schreiten sollte. Aber einen der Rosenkränze, die ich von ihr mit einer Umarmung und einem Segenszeichen auf die Stirn bekommen habe, den will ich jetzt schon -und nicht erst im Frühjahr- für sie und für alle "stillen Glaubenszeugen" beten. A.H.
In herzegowinischen Print-Medien ist zu lesen:
Zdravka Bubalo starb im Alter von 94 Jahren und hinterließ ein tiefes und unauslöschliches Zeichen des Glaubens, der Demut und des täglichen Gebets. Ihre spirituelle Stärke und Hingabe blieben nicht unbemerkt – im Jahr 2020 wurde sie zur Gewinnerin des Wettbewerbs „Herzegowinerin des Jahres“ in der Kategorie "Hüterin des Herdes und der Schwelle" gekürt, eine Auszeichnung, die nur bestätigte, was Pilger und Gläubige schon lange wussten: dass ihr Leben ein stilles, aber kraftvolles Zeugnis des Glaubens war.....
.....Geh nicht einfach vorbei. Nimm dir Zeit. Wenn du von der anderen Seite von Križevci herunterkommst, vorbei an dem Ort, wo sie jeden Tag weilte, geh nicht einfach daran vorbei, als wäre nichts da. Dort, am Wegesrand, saß eine Heilige – und ihr Name war Zdravka Bubalo. Sie ist zwar nicht mehr unter uns, aber das Gebet, das sie hier sprach, ist nicht verklungen. Es lebt weiter in den Tränen, die sie ohne Zeugen vergoss, in den Rosenkränzen, die durch ihre gerunzelten, gesegneten Hände gingen, in der Stille, die lauter sein kann als Worte.